Update September 2016: Animalia Amo Int. darf keine Hunde mehr aus der Region Umbrien vermitteln!
 
Umbrische Vereine machen es Animalia Amo Int in Italien sehr schwer den Hunden aus dieser Region zu helfen und es vergeht kein Tag, wo bösartige Verleumdungen im Internet, auf diversen Facebook-Seiten und Blogs nachzulesen sind, was mit den italienischen Hunden in unserem Land passiert. Dieser unnötige Kampf dauert nun schon Jahre und nach wie vor werden Zeit und Kosten für Anwälte und Gerichte verschleudert. Aber ohne diesen Einsatz, hätte schon lange kein Hund mehr aus Italien  eine Chance auf ein schönes hundegerechtes Leben in einer Familie, da diese Leute die Meinung vertreten, dass ein Hund besser hinter Gittern leben sollte, als auf einem „deutschen Nazisofa“.

Es wird auch nichts unterlassen, um Behörden unter Druck zu setzen, Bürgermeister werden bedroht, sogar bis in den umbrischen Landtag versucht man Verantwortlichen zu beinflussen, dass Prozeduren verfasst werden, die es fast unmöglich machen, einen Hund aus einem Canile zu holen.

Im Juli wurde Animalia Amo int. Italien, ohne Grund von der Region Umbrien (vergleichbar mit dem Landtag eines dt. Bundeslandes) aus dem umbrischen Vereinsregister gestrichen, wo der Verein schon seit 2 Jahren eingetragen war, wie es das umbrische Procedere vorgeschrieben hat. von einem Tag auf den anderen, ohne Vorankündigung oder Anhörung. Das bedeutete, dass wir keine Hunde mehr aus Umbrien über den Verein zur Vermittlung bekommen. Sofort wurden 2 Anwälte eingeschaltet, darunter ein Verwaltungsspezialist, der noch kurz vor seinem Urlaubsantritt eine Rechtfertigung für das Gericht schrieb. Im Verwaltungsrecht, gehen Anhörungen erstaunlich schnell und schon am 7.9. war der Termin in Perugia.

Einen Tag danach gab es schon ein (vorläufiges) Urteil, was nicht schlimmer ausfallen hätte können: das Gericht hat der Region Umbrien Recht gegeben, dass der Verein keine Hunde mehr aus dieser Region vermitteln dürfen.
Für die Hunde bedeutet das, daß sie (teilweise schon von Welpe an in ihrem kleinen Zwinger eingesperrt, ohne jedliche Chance auf Vermittlung) niemals erfahren werden, wie es ist, ein Zuhause zu haben.
Für uns bedeutet dass, dass Animalia Amo Int Italien sich noch an die übergeordnete Stelle „Consiglio di Stato“ wenden kann, um gegen dieses Urteil anzugehen. Auch hier ist ein positiver Ausgang ungewiss, da Gerichte selten für Tiere entscheiden, weil die meisten Richter keine Ahnung von dieser Materie haben. Auch wird es hier keine sofortige Entscheidung geben, die Zeiten sind hier länger und ein endgültiger Entscheid kann bis zu einem Jahr dauern. Eine Zeit, die einige Hunde aus Montefranco vielleicht nicht mehr erleben werden.

Abgesehen davon fehlen mittlerweile die finanziellen Mittel, denn so ein Gerichtsprozess kostet sehr viel Geld.
Wer uns bei unserem Kampf für die umbrischen Hunde, auf ihr Recht auf ein Leben und ein Zuhause, vornehmlich die Hunde aus Montefranco unterstützen möchte, kann gerne unter dem Betreff "Hilfe für Montefranco´s Hunde" spenden.

Wenn Sie an einem der Hunde aus der Region Montefranco Interesse haben, sprechen Sie uns bitte an, um die Möglichkeiten einer Adoption zu besprechen!

 

 

Situation Februar 2015

Montefranco ist eine kleine Gemeinde in der Region Umbrien, da wo eigentlich der hl. Franz von Assisi herkommt. Leider ist genau diese Region eine der Schlimmsten in Italien. Da es dort sehr waldreich ist, hat jeder zweite Umbrer ein Gewehr und einen bedauernswerten Jagdkollegen auf vier Beinen. Die Haltung ist denkbar schlecht und die Tiere führen ein schreckliches Leben. Wenn sie nicht eine Kugel von ihrem liebevollen Besitzer einfangen, landen sie in überfüllten canilen. Montefranco ist da keine Ausnahmen und der kleine Ort muss für über 40 Hunde aufkommen.

Wie kommen wir nach Montefranco? Da muss ich ein bisschen weiter ausholen… 2012 wurde ich von umbrischen Tierschutzorganisationen angezeigt und es wurden Carabinieri, Forstpolizei, Staatspolizei … wer auch immer beauftragt zu ermitteln! Bei der so genannten Forestale arbeitete eine junge Beamtin, die versuchte herauszufinden, was denn mit den italienischen Hunden in Deutschland passieren würde und war mehr als beruhigt, als sie herausfand, dass bei uns nach bestem Wissen und Gewissen Familien für die Hunde gesucht und auch gefunden werden. Es vergingen ein paar Monate und besagte Beamtin wurde Bürgermeisterin der kleinen Gemeinde. Unter anderem hatte sie ihren Wahlkampf auf das Wohl der Hunde gebaut, die sie aus dem canile holen wollte. Eine ihrer ersten Amtshandlungen bestand darin mich und meine Anwältin zu kontaktieren, um schriftlich eine Zusammenarbeit festzulegen, um die Hunde ihrer Gemeinde, die seit Jahren vergessen waren, eine Chance auf ein neues Leben zu geben! Gesagt, getan und im Februar 2015 fuhren Sabine und ich, eskortiert von der lokalen Polizei ins canile, wo wir schon erwartet wurden und machten uns daran eine fotografische und auch schriftliche Aufstellung aller Hunde zu machen, um so bald als möglich loszulegen und sie alle auf der HP vorzustellen.

Was passierte? Kaum wurde es bekannt, dass die Gemeinde eine Zusammenarbeit mit dem Ausland anstrebte, wurden wir sofort angezeigt. Montefranco weil es seine Hunde angeblich verkaufen wollte und ich wegen der absurdesten Angriffen, die man unter anderem auch in meiner Pressemitteilung lesen kann. Wir haben auf diese  unhaltbaren Anschuldigungen geantwortet und der Richter hat im November die Klage eingestellt. Jetzt können wir loslegen und auch für diese Hunde ein zu Hause suchen, da sie in ihrem eigenen Land keine Chance haben. Die Bürgermeisterin will übrigens persönlich einige Hunde besuchen, die in D ein zu Hause gefunden haben – einerseits weil Gemeinden verpflichtet sind, ihre Hunde (egal wo) zu kontrollieren, andererseits, weil sie sich sehr freut nach D zu reisen und glückliche Hunde zu sehen, die sie persönlich schon seit Jahren nur hinter Gittern kennt, weil sie niemanden findet, der die armen Tiere adoptieren möchte, obwohl es so tolle Hunde sind!

Wir freuen uns, wenn Sie wieder mit dabei sind, einem vierbeinigen Italiener ein Sofa zu schenken.

Danke

Claudia