Im Zuge dieser Ermittlungen wurden ihre Telefonate abgehört und dokumentiert und ihr komplettes Leben durchleuchtet. Dies geht aus den Ermittlungsakten hervor, die Claudia mittlerweile einsehen konnte und dies geschah, ohne dass sie auch nur den Hauch einer Ahnung davon hatte. Die Ermittlungen wurden vor wenigen Wochen erfolglos eingestellt, die Beschuldigungen erwiesen sich allesamt als komplett haltlos und nicht nur das. Die ermittelnde Staatsanwältin hat die Ermittlungsergebnisse zusammengefasst und sich in ihrem Abschlussbericht ausdrücklich FÜR die gute Arbeit von Claudia ausgesprochen! Dies hat Claudia gerne zum Anlass genommen, eine Presseerklärung in Italien herauszugeben, die wir natürlich auch Ihnen nicht vorenthalten möchten und hier veröffentlichen:

 PRESSEMITTEILUNG VON CLAUDIA RÖCKL

PRÄSIDENTIN DES TIERSCHUTZVEREINS

"ANIMALIA AMO INTERNATIONAL"

Vermittlung von Hunden nach Deutschland

Nach den seit 2010 über ein Jahr lang dauernden Ermittlungen zu meiner Person und dem Verein, dem ich als Präsidentin vorstehe, bezüglich einer Anklage krimineller Vereinigung mit dem Ziel der Tierquälerei, ausgelöst durch eine Verwarnung des Bürgermeisters von Stroncone (TR) von Seiten der ENPA, Sektion Perugia und Terni, die von Sig.ra Tintori und Sig.ra Fancelli präsentiert sind, in der es um die Auslandsvermittlung von Hunden nach Deutschland ging und auf die auch ein Artikel in der Presse folgte,

INFORMIERE ICH

die Bürgermeister aller Gemeinden im Latium, die Bürgermeister der Gemeinden in Umbrien, die Präfekturen und die Staatsanwaltschaften in ganz Italien, das Gesundheitsministerium, die Medien sowie alle Tierschützer, denen das Wohl unserer Hunde wirklich am Herzen liegt, über den folgenden Tatbestand.

Nach sorgfältigen Untersuchungen durch die Staatsanwaltschaft von Terni, mit zusätzlicher Unterstützung von Nas und Guardia di Finanza, hat der Staatsanwalt am 09.08.2012 die Ermittlungsergebnisse zusammengefasst und schreibt: «Die vom Staatsanwaltschaft am 10.05.2011 zusammengetragenen Elemente bezeugen alle eine absolute Rechtmäßigkeit im Verhalten der Beschuldigten, die sich in Zusammenarbeit mit anderen Tierschutzorganisationen streunender Hunde annimmt, mit dem alleinigen Zweck, ihnen zu besseren Lebensbedingungen zu verhelfen, und dies ausschließlich mit eigenen Mitteln und ohne Rückgriff auf irgendeine Form von Beiträgen der öffentlichen Hand oder von Unternehmen (ein lobenswerter und in Italien entschieden seltener Umstand). Um genau zu sein, hat die Beschuldigte auch die Beamten der Generaldirektion des Gesundheitsministeriums explizit eingeladen, die Endplätze der nach Deutschland vermittelten Hunde zu besichtigen, und es kann nicht ihr angelastet werden, dass Beamte und Mitglieder des Tierschutzverbands LAV diese Einladung abgelehnt haben." Und ich füge auch noch die ENPA hinzu, die ebenfalls eine Einladung bekommen und abgelehnt hat.

Der Staatsanwalt fährt fort: "Die eingehenden Untersuchungen haben gezeigt, dass jenseits von mehr oder weniger begründeten Ängsten, die Vermittlungen dieser Art erzeugen können, von den Beschuldigten kein unrechtmäßiger Zweck verfolgt wurde, sondern einzig das zweifellos lobenswerte Ziel besserer Lebensbedingungen der Tiere. Es bleibt zu wünschen, dass die erfolgte Untersuchung dazu beitragen möge, dass die Verleumdungen aufhören, denen die Beschuldigte aufgrund einfachen Verdachts ausgesetzt ist, und dass diejenigen, die die Möglichkeit haben, sich selber ein Bild der Situation zu machen (das heißt die öffentlichen Einrichtungen, deren Aufgabe der Schutz des Wohlbefindens der Tiere ist), der Einladung der Beschuldigten folgen und den Zustand der nach Deutschland vermittelten Tiere vor Ort in Augenschein nehmen wollen, und damit einen konkret Beitrag leisten zu einer gemeinsamen Operation, die nur unterstützt werden kann, in Anbetracht der oft schändlichen Zustände, unter denen die Hunde in den italienischen Tierasylen leben."

Am 12/09/2012 hat der Ermittlungsrichter am Gericht von Terni die Ermittlungen eingestellt.

Den Wunsch des Staatsanwalts richte ich als erstes an Lorenzo Croce, Präsident des Vereins Aidaa, der mich seit Monaten beschuldigt, Hunde nach Deutschland zu „deportieren", um sie dort an Tierversuchslabors zu verschachern, und dabei einen unmissverständlichen Vergleich mit der Deportation von Juden in die Konzentrationslager herstellt. Solche Anschuldigungen, oft mit Photomaterial aus entsprechendem historischen Kontext versehen, sind sowohl schändlich als auch unhaltbar. Herr Croce hat wiederholt im Internet verleumderische Pressemitteilungen verbreitet (die abgesehen davon die einzige Tätigkeit seines Vereins zu sein scheinen), die rufschädigend sind sowohl für meine Person und für die deutschen Bürgerinnen und Bürger, die sich mit großer Hingabe und Liebe der unschuldig eingesperrten Hunde annehmen, als auch für das jüdische Volk. Er hat mich beschuldigt, mich an den armen Tieren zu bereichern, und ein umgehendes Eingreifen der Steuerfahndung gefordert. Diesen Anschuldigungen braucht man nur die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft von Terni gegenüberzustellen, die der Guardia di Finanza den Auftrag gegeben hat, die Falschheit und die Verleumdungen von Lorenzo Croce abzuklären. Er ist bereits verklagt und seine Links sind präventiv beschlagnahmt worden. Doch Herr Croce fährt mit seinen Verleumdungen fort, ungeachtet der Maßnahmen der Justizbehörde, die in seinem Tun schwerwiegende Indizien für seine Schuld wiederholter Verleumdung anerkennen.

Denselben Wunsch richte ich an Wanda Guido, die vielen von Ihnen wohlbekannt ist für ihre intensiven und „öffentlichen" Verleumdungen meiner Person gegenüber, für die sie ebenfalls verklagt ist. Ihre Webseiten sind beschlagnahmt, ebenso wie diejenigen von Lorenzo Croce, doch auch sie hat sich durch den richterlichen Beschluss nicht aufhalten lassen und fährt unbeirrt fort mit ihrer kriminellen Tätigkeit.

Den Wunsch des Staatsanwalts muss ich leider an viele Personen richten, doch ich werde sie alle im Gericht antreffen, und vielleicht begreifen sie dann, dass ihre total unsinnigen und haltlosen Beschuldigungen Konsequenzen haben.

Eine Konsequenz ist allerdings nicht wieder gutzumachen: Durch ihre unrechtmäßigen Tätigkeiten haben sie die „Befreiung" der unter schändlichen Bedingungen in italienischen Tierasylen eingesperrten Hunde verzögert und damit ihr Leid verlängert, weil sie bereits Familien hatten, die auf sie warteten.

Wie der Staatsanwalt schreibt, sind meine Auslandsvermittlungen eine Arbeit, die nur unterstützt werden kann, in Anbetracht der unzulässigen Lebensbedingungen, unter denen die Hunde in den italienischen canili oft gehalten werden.

Nur schon die enorme Anzahl eingesperrter Hunde in öffentlichen und privaten Strukturen Italiens – von denen viele unter Beschlagnahmung stehen, weil sie selbst minimale Kriterien für das Wohlbefinden der Tiere nicht erfüllen – würde genügen, um zu verstehen, dass die Adoptionsanfragen von italienischen Bürgerinnen und Bürgern keinesfalls ausreichen können, um das Problem in den Griff zu bekommen. Zweifellos könnte das Problem der Streunerhunde in Italien gelöst werden durch ernsthafte Informations- und gut organisierte Sterilisationskampagnen und vor allem ernsthafte Kontrollen der kompetenten Behörden (Gesundheitsamt und Gemeinden), die einen konkreten Auftrag diesbezüglich haben. Prävention ist das Zauberwort zur Lösung des Problems. Auslandsvermittlungen stehen nicht im Kontrast zu solchen Maßnahmen, und wenn sie sorgfältig und ernsthaft kontrolliert erfolgen, können sie ein nützliches und wirksames Instrument darstellen, das den betroffenen Tieren, in Erwartung eines Umdenkens der katastrophalen italienischen Politik, die den Notfall Streunerhunde seit jeher an letzter Stelle hinter vielen anderen Prioritäten kommt, eine unmittelbare Verbesserung der Lebensbedingungen erlaubt.

Aber Auslandsvermittlungen behindern, die unter strenger Einhaltung der EU-Normen und nationaler Richtlinien erfolgen, aus dem einzigen Grund, weil man a priori dagegen ist, ohne auch nur Unterlagen und Ergebnisse einsehen zu wollen, wie es die Freiwilligen der Tierschutzvereine Umbriens tun – die ENPA Terni in der Person von Frau Fancelli und Herrn Giuseppe Moscatelli; Grandi Amici in der Person von Silvia Festuccia und der Anwältin Maria Di Paolo; der WWF in der Person von Antonella Poma; I randagi dell'Umbria in der Person von Giancarla Fagotti; Piccoli Amici in der Person von Alessandra Ruffini –, bedeutet konkret, die Hunde zu einer lebenslänglichen Gefangenschaft zu verurteilen und ihnen die einzige Chance zu nehmen, aus ihrem Zwinger herauszukommen und ihr Leben in Würde zu verbringen. Hauptverantwortlich für diese "Blockade" ist jedoch die Gemeindeverwaltung von Terni, die trotz einer gigantischen Anzahl von Hunden in ihren Tierasylen (fast 1800 Hunde allein in Terni), in ihrem Reglement vom 18/07/2012 festhält, dass keine Vermittlungen zugelassen werden außerhalb der Region Umbrien und ins Ausland, und damit gegen EU-Recht und nationales Recht verstößt. Dieses Verbot ist nicht nur illegetim, sondern ein Sinnbild der Unvernunft der Geminedepolitik, die auf jede Weise fördern sollte, dass die Hunde aus ihren Strukturen entlassen werden (von denen im übrigen eine, das Tierasyl von Colleluna, wegen Tierquälerei beschlagnahmt wurde) anstatt zu verbieten, dass ihre Hunde in andere Regionen oder in ein anderes EU-Land vermittelt werden, und so eine an sich schon schwerwiegende Situation noch zusätzlich verschlechtern, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Gemeindebilanz und damit für die Allgemeinheit.

Ich bedanke mich bei allen, die mir in diesem schwierigen Kampf beigestanden sind, und vor allem diejenigen, die zwar anfänglich gegen Auslandsvermittlungen nach Deutschland waren, doch dann mit der Zeit verstanden und gesehen haben, dass mein Verein alle Normen und Regeln peinlich genau befolgt und dass vor allem hinter dem Ganzen eine immense Liebe zu den Hunden steht, denen ich mein Leben und meine ganzen finanziellen Ressourcen opfere.

Ein spezielles Dankeschön geht an Laura Clementoni, Rosanna Cabasino, Elisabetta Gregori und an meine unermüdliche Anwältin Raffaella Sili.

Claudia Röckl

 

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